Novellierung Energiedienstleistungsgesetz

Die Gesetzesänderung zur Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) ist am 26. November 2019 in Kraft getreten. Die Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits gemäß DIN EN 16247-1 gilt bereits seit Dezember 2015 alle Nicht-KMU-Unternehmen (d.h. Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern oder Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern aber mehr als 50 Mio. EUR Jahresumsatz und mehr als 43 Mio EUR Jahresbilanzsumme).

Die Änderungen der Novellierung betreffen u.a. folgende Punkte:

  • Bagatellgrenze von 500.000 kWh als Summe aller eingesetzten Energieträger
  • Konkretisierung der im Energieaudit durchzuführenden Analysen durch den BAFA-Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten (Stand Februar 2019)
  • Erweiterte Vorgaben zur Wirtschaftlichkeitsberechnung von Einsparpotentialen
  • Fachbezogene Fortbildung von Energieauditoren
  • Online-Erklärung der Unternehmen beim BAFA zu Basisdaten des Energieaudits (betrifft auch Unternehmen unterhalb der Bagatellgrenze)

Infos zur Planung und Durchführung von Energieaudits bei: Dr. Stefan Hechtenberg, Telefon 0421 / 8358465

 

Neue ISO 50001

Am 20.08.2018 ist die Revision der Energiemanagement-Norm ISO 50001 veröffentlicht worden, die deutsche Version hat den Stand vom Dezember 2018.

Die ISO 50001:2018 übernimmt analog zu anderen Managementsystem-Regelwerke (z.B. ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001) die sogenannte High-Level-Structure sowie die Anforderungen zum Kontext der Organisation und zu Maßnahmen zum Umgang mit Chancen und Risiken. Inhaltlich erfolgt eine noch stärkere Fokussierung auf die geeignete Definition von Energieleistungskennzahlen (EnPI), die energetische Bewertung in Bezug auf den signifikanten Energieeinsatz (SEU) und die fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung.

Erst-, Überwachungs- und Rezertifizierungsaudits müssen bereits 18 Monate nach Veröffentlichung des finalen Standards (d.h. ab Februar 2020) nach der neuen ISO 50001:2018 durchgeführt werden.

 

Neue ISO 45001

Seit März 2018 ist das neue Regelwerk für Arbeits- und Gesundheitschutzmanagement als ISO 45001:2018 veröffentlicht. Diese Norm ersetzt die OHSAS 18001:2007 mit einer Übergangsfrist von 3 Jahren.

Die ISO 45001 berücksichtigt zum einen die mit der Revision von ISO 9001 und ISO 14001 eingeführten Neuerungen wie beispielsweise High Level Structure und Kontext der Organisation, zum anderen werden eine stärkere Einbindung der Beschäftigten und deren Vertreter sowie mehr Arbeitsschutzverantwortung des Unternehmens bezogen auf Kontraktoren und die gesamte Lieferkette adressiert.

 

EcoStep

EcoStep umfasst als integriertes Managementsystem die Kernforderungen der Normen ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagement). Der Aufbau des Managementsystems erfolgt prozessorientiert und ist auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten. Die Grundlagen von EcoStep werden Workshops vermittelt, darüber hinaus erhält jedes teilnehmende Unternehmen individuelle Beratung zur praxisgerechten Umsetzung der Anforderungen. 

EcoStep Energie als ergänzendes Modul für betriebliches Energiemanagement umfasst die Kernforderungen der Norm ISO 50001 und unterstützt Unternehmen des produzierenden Gewerbes bis 250 Mitarbeiter dabei, Energieeffizienzpotentiale zu ermitteln und zielgerichtet Maßnahmen zu definieren und umzusetzen.

Weitere Informationen bei: Dr. Stefan Hechtenberg, Telefon 0421 / 8358465.

Basisinformation zu EcoStepLogo EcoStep

Flyer EcoStep

Flyer EcoStep Energie

EcoStep-News aus dem Nordwesten

Aktuelles und Infos unter ecostep-online.

 

Energiemanagement 

Betriebliches Energiemanagement auf Basis der DIN EN ISO 50001 oder alternativen Systemen zur Verbesserung der Energieeffizienz (für KMU's, z.B. EcoStep Energie) bietet einen systematischen Ansatz für Organisationen zur Optimierung der Energie­nutzung und Verbesserung der energiebezogenen Leistung. Außerdem sind solche Energiemanagementsysteme notwendige Voraussetzung für Anträge zur Begrenzung der EEG-Umlage (Besondere Ausgleichsregelung für stromkostenintensive Unternehmen) sowie für die Entlastung von der Energie- und Stromsteuer gemäß Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) oder Grundlage für die Durchführung von Energieaudits gemäß EN 16247-1 nach dem Gesetz über Energiedienstleistungen und Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G). 

Übersicht Betriebliches Energiemanagement und Nachweisanforderungen (EEG, SpaEfV, EDL-G) siehe hier

 

Corporate Social Responsibilty (CSR)

Das Projekt 'Unternehmen CSR' entwickelt Aktivitäten zur Umsetzung von Nachhaltigkeits-Strategien, deren Zielsetzung die Verankerung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien in kleinen und mittleren Unternehmen ist.

Informationen zur CSR-Hanse in Bremen siehe hier.

CSR-Check RKW Bremen / Fachgebiet Nachhaltiges Management der Universität Bremen